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Elektrizitätswerk Marxen Am 4. September 1910 wurde für die
Versorgung der Genossen mit elektrischer Kraft und elektrischem Licht das Elektrizitätswerk Marxen e.G.m.u.H. gegründet. Der Strom wurde durch zwei mit Benzol gespeiste Dynamomaschinen erzeugt, die je eine Spannung von
380 Volt erreichen konnten, und kostete 50 Pfennig je Kilowattstunde für Licht und 30 Pfennig für Kraft. Die meisten Landwirte schafften Motoren für den Betrieb an, und die Hausfrauen begrüßten, dass sie jetzt mit Hilfe
des Stromes plätten konnten. Die Gemeinde beschloss die Einführung einer Straßenbeleuchtung und die Einrichtung einer kompletten Beleuchtungsanlage für das Schulzimmer (mit einem elektrischen Ventilator) und für die
Lehrerwohnung.Der Betrieb wurde bald unrentabel, da die Maschinen sich als wenig leistungsfähig erwiesen. Die Genossenschaft wurde 1913 wieder aufgelöst. 1923 wurde Marxen an die Stromversorgung des
Elektrizitätsverbandes Stade angeschlossen. (Quelle: Marxen - unser Dorf. Chronik. Marxen 1989, S. 202.) Archivmaterial über die Genossenschaft ist nicht vorhanden. |